Politik

Städtische Maßnahmen gegen die Yuppisierung

Die Hansestadt Hamburg scheint einen neuen Kurs einzuschlagen. Nachdem in den letzten Jahren kaum Rücksicht auf gewachsene Strukturen gelegt wurde, sollen Stadtteile nicht mehr ohne Kontrolle Maklern und Immobilienhaien ausgesetzt zu werden. Nach zahlreicher Kritik, wenn es um Umgestaltungen beispielsweise in der Schanze geht, lenkt die Politik nun ein. Viertel sollen nicht mehr wahllos erneuert werden dürfen. Stadtteile sollen ihren Charme behalten und alteingesessene Einwohner nicht mehr so leicht verdrängt werden.

Spart Hamburg an den falschen Stellen?

Das Finanzloch ist doch größer, als bisher angenommen. Deshalb redet man auch nicht mehr von einer Lücke, sondern einen großen Loch. 550 Millionen Euro beträgt der Fehlbetrag im Haushalt, der nun gestopft werden muss. Viel Arbeit also für Ole von Beust (CDU). In dieser Woche hat der Bürgermeister erste Maßnahmen angekündigt. Nachdem zuletzt meist kräftig investiert wurde, kündigte er bei seiner Regierungserklärung in der Hamburger Bürgerschaft seine Vorhaben an.

Wo war die Bahnwache?

Immer neue Geschichten aus dem noch jungen Leben von Elias A. treten dieser Tage zum Vorschein. Der Messerstecher vom Jungfernstieg hat schon einiges auf dem Kerbholz und ist nicht zum ersten Mal auffällig geworden. Da kann und muss man fragen, warum die Polizei nicht schon früher eingegriffen ist oder warum Straftäter erstmal weiterhin unbehelligt auf freiem Fuß sind, obwohl sie schon mit starker Brutalität in jungen Jahren aufgetreten sind. Das wird wieder eine Debatte loslösen, die die Presse in den kommenden Tagen bestimmt. Mal sehen, wie sich die Politik dazu äußert und vor allem, was dann tatsächlich verändert wird.

Hamburger Idioten

Das Mai-Wochenende liegt nun einige Tage zurück, aber noch immer frage ich mich, was in den Leuten vorgeht, die sich am 1. Mai mitten in die Gefechte stürzen. Dabei verstehe ich die Randalierer ebenso wenig, wie die Gaffer, die sich an den Rand stellen, um einfach nur zu zu schauen.

Schanze auflösen!

Mit einem Alleingang hat Altonas Bezirksamtsleiter Jürgen Warmke-Rose für heftige Reaktionen gesorgt. In einem Interview mit NDR 90,3 kündigte er an, dass das Schanzenfest in Zukunft nicht mehr stattfinden wird. Es sei denn, es finde sich ein Organisator, der dann auch für rechtliche Fälle geradestehen würde. Als Grund nannte er die regelmäßigen Ausschreitungen rund um das Stadtteilfest.

IKEA darf einziehen. Oder?

Die Abstimmung fiel eindeutig aus. 62.412 Einwohner sind für den Bau des IKEA-Kaufhauses in Altona. Nur 18.480 stimmten dagegen. Damit scheint klar zu sein, dass das alte Karstadt-Gebäude in der Großen Bergstraße abgerissen wird, damit der schwedische Möbelkonzern dort einziehen kann.

Mord oder Entführung der CIA

Die Geschichte um Mamoun Darkazanli nimmt immer verwirrendere Züge an. Wie im Laufe der Woche durchgesickert war, hatte die CIA einen Sondereinheit nach Hamburg geschickt, um den Deutsch-Syrer zu ermorden. Der 51-jährige wird als Terrorverdächtiger gesehen. Deutsche Behörden sollen nicht eingeweiht gewesen sein.

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