"Ach, hau ab"

“Ach, hau ab”

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Wer regelmäßig Bus fährt, erlebt nicht nur Hamburg in seiner reinsten Form , sondern wird auch Teil von den verschiedenen Stimmungslagen der Busfahrerinnen und Busfahrer. Manche sind durchweg freundlich, andere konstant still und andere doch recht schroff. Teilweise aggressiv. Einen solchen hatte ich in der letzten Woche vorne sitzen.

An jeder Kreuzung, an jeder Ampel, bei jedem Fahrmannöver malträtierte er seine Hupe. Immer wieder ließ er seine Hand sekundenlang auf die Hupe knallen. Jeder Autofahrer bekam seine Wut ab. Und auch mancher Fahrradfahrer.

Als einer auf einem Zweirad vor ihm noch über die Kreuzung huschte, prustete er lauthals aus dem Fenster. “Das war dunkelrot”, begann er seine Worttiraden. Mitten auf der Kreuzung, mitten in der morgendlichen Rushhour blieb er auf der Kreuzung stehen und überzog den Radfahrer mit einem Wortschwall. Der guckte entgeistert zum Bus.

Vielleicht eine Minute prustete er immer wieder los, um seinen Frust mit einem “Ach, hau ab” zu beenden und dann loszufahren. Eine Ecke weiter vernahmen die Fahrgäste wieder sein heftiges Gehupe.

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