Die Zukunft des Spiegel-Gebäudes

Vor gar nicht allzu langer Zeit hat der Spiegel-Verlag neue, moderne Räume gezogen. Die ganzen Mitarbeiter sind etwas in den Süden gezogen. Die rote Spiegel-Schrift prangt nun sichtbar über der Stadt, wenn man mit dem Zug aus Harburg in den Hauptbahnhof einfährt. Man ist näher an die Hafencity rangerückt und hat das alte Gebäude in seinem Schatten gelassen.

Seitdem steht das Gebäude leer.
Wie geht es damit weiter? Neue Büros? Abriss?

Wenn es nach Benjamin Storm geht, soll in dem Gebäude die StartUp-City Hamburgs entstehen. Er nennt seine Vision die Internet-Insel Hamburg.

StartUps, Internetunternehmen und Freischaffende sollen unter dem Dach kreativ zusammen arbeiten und Hamburg auch als Internetstandort etablieren. Das revolutionäre Flair vom damaligen Spiegel soll sich nun auf die Generation2.3 und 3.0 übertragen. Coworking-Spaces sollen errichtet werden und Restaurants, ein Beachclub, Fitnesscenter, Kita und mehr installiert werden, um eine perfekte Arbeitsathmosphäre zu schaffen. Dazu gibt’s Unterstützung für StartUps und attraktive Konditionen für Neugründungen. Statt Miete treten die Internetpioniere Anteile an ihren Projekten ab.

Eine gute Idee finde ich. Bisher siedeln sich StartUps liebend gern in Berlin ab. Coworking ist in der Hansestadt zwar vorhanden, aber nicht in der Mitte des Alltags. Hamburg ist weniger die StartUp-Szene, sollte es als Tor zur Welt jedoch sein.

Das Problem dabei: So reizvoll eine Internet-Insel im Herzen der Stadt auch ist, mit der Umgestaltung in Wilhelmsburg sehe ich südlich der Elbe eher größere Möglichkeiten, die perfekte Umgebung für StartUps zu schaffen. Noch mehr Platz, mehr Grün und billigere Mieten. Denn irgendwann müssen die neuen Gründer schließlich auch mal schlafen. Die Initiative ist trotzdem gut. Wir behalten das Projekt im Auge.