Bitte vorne einsteigen

Hochbahn nimmt über vier Millionen mehr ein

Seit einigen Wochen läuft bei der Hamburger Hochbahn die Aktion “Einstieg vorn”. Seitdem muss in Bussen auch tagsüber vorne eingestiegen werden und der Fahrausweis zur Sichtkontrolle vorgezeigt werden.

Es gebt teils hitzige Diskussionen vorher und Beschwerden.

Ich bin werktäglich im HVV unterwegs und dabei auch immer auf den Bus angewiesen.
Busfahrer sind teilweise genervt, dass sie sich Tickets anschauen müssen. Manche Passagiere noch immer angepisst, wenn sie ihre Karte vorzeigen müssen.

Und doch läuft es in der Regel sehr flüssig. Nur unwesentlich langsamer, als sonst.
Dafür aber mit mehr Zahlern. Denn schnell war bei mir schon zu bemerken, dass jetzt mehr Leute vorne beim Busfahrer standen, um zu bezahlen.

Mein Gefühl trügt nicht.

In den ersten Wochen nach dem Start hat die Hochbahn in den Bussen etwa 80.000 Euro mehr pro Woche eingenommen. Das sind 4,16 Millionen Euro im Jahr! Ein Batzen Geld, den sich ein Wirtschaftsunternehmen nicht entgehen lassen sollte. Es war die richtige Entscheidung und der Großteil der “Busfahrer” hat sich an das neue Prozedere längst gewöhnt.