Vor wenigen Tagen wurde die Taiba-Moschee in St. Georg geschlossen. Die Moschee war in den Ermittlungen zum 11. September 2001 in den Fokus der Ermittler gerückt, da dort einige der Hamburger Attentäter gebetet hatten. Seitdem befand sie die Moschee unter besonderer Beobachtung. Auch nach dem Namenswechsel von Al-Quds zu Taiba. Jahre hat es gedauert, bis die Schließung möglich war.
Nur was soll das nun bringen?
Vermeintliche Terroristen, die noch immer im Dunstkreis der Moschee und des dazugehörigen Trägervereins aktiv sind, werden deshalb ihre Aktivitäten nicht stoppen. Für die Ermittler wird es nun sogar schwieriger, die verdächtigen Personen im Auge zu behalten. Eventuelle Planungen werden jetzt abseits der Moschee getätigt. Irgendwo im Untergrund, in privaten Wohnungen. Hier ist ein Zugriff und eine ständige Kontrolle noch schwerer möglich.
Die Aktivitäten innerhalb der Moschee sollen in den letzten Monaten und Jahren sehr gut kontrolliert worden sein. Ermittler befanden sich demnach stets auf einem laufenden Stand und hätten schnell eingreifen können. Nun gilt es, die Überwachung umzuschichten und teilweise neu aufzubauen.
Dadurch erhöht sich die Gefahr, dass Pläne geschmiedet werden, die nicht mehr so schnell durchkreuzt werden können. Von Racheakten wegen der Schließung ganz zu schweigen.
Bitter ist die Schließung zudem für sogenannte „unbescholtene“ Bürger, die die Moschee lediglich zur Ausübung ihrer Religion genutzt haben. Interessant dabei jedoch, dass sich die Mitglieder der Taiba-Moschee immer abgesondert haben und mit dem Rat der islamischen Gemeinschaften (Schura) wenig zu tun haben wollten.



