Endet die "Ära von Beust"?

Endet die “Ära von Beust”?

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Vor einigen Tagen war Ole von Beust zu Gast in einer morgendlichen Radioshow. Er präsentierte sich wieder gewohnt gut gelaunt, lachte viel, war für einen lockeren Spruch bereit und schwelgte ein wenig in alten Zeiten, als er noch mit seinem ersten Auto durch die Natur düste. Zudem versprühte er unendlichen Optimismus, dass sein Weg mit der Hansestadt noch nicht vorbei sein würde.

Er, der Bürgermeister hätte weiterhin große Lust an seinen Aufgaben und den Herausforderungen. Er sieht sich weiterhin in der Lage Hamburg aus der momentanen kleinen Talsohle zu führen.

Dabei verdichten sich die Anzeichen, dass die Ära von Beust allmählich dem Ende zu geht. Die Frage ist nun, ob er in sein zehntes Jahr gehen wird oder ob schon früher Schluss für ihn ist. Denn immer wieder ranken sich Rücktrittsgedanken des kritisch beäugten ersten Bürgermeisters in der Presse.

Der Mann von der CDU dementiert mit breitem Grinsen und man kann sich kaum vorstellen, dass er einen Rückzieher macht. Dafür wären früher wohl bessere Möglichkeiten vorhanden gewesen. Und doch! Käme es zu Neuwahlen, würde wohl die SPD die besseren Chancen besitzen. Vorbereitet ist man bereits, wie SPD-Landesvorsitzende Olaf Scholz glaubhaft versichert.

“Wir sind natürlich in der Lage, flexibel zu reagieren und einen Wahlkampf zu führen, wenn das nötig sein sollte.”

Warum er das so genau einschätzen mag?
Weil er wahrscheinlich der neue Mann an der Spitze der Hansestadt werden dürfte. Der 42-jährige galt lange als der neue Mann der SPD. Nach seinem Abstecher ins Bundesministerium (Arbeit und Sozial, 2007 bis 2009) steht er wieder an der Spitze der Hamburger SPD. 2001 war er für fünf Monate Innensenator der Stadt. Bei der nächsten „Beförderung“ könnte er längerfristig an der Spitze stehen.

Dann sogar ganz oben.

Doch wenn man von Beust in den heutigen Tagen ein wenig beobachtet, lässt wenig vermuten, dass er seinen Stuhl vorzeitig räumt.

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